Pflegefamilien

Um gute und gesunde Blindenführhunde anbieten zu können, ist es wichtig, eine perfekte Basis zu haben. Das beginnt mit Welpen und ihren Eltern / Vorfahren. Die Blutlinie muss gesund sein und ausgeglichene Hunde hervorbringen.

In der Blindenhundeschule in Schweden wurde im Laufe der Jahre ein sehr erfolgreiches Zuchtprogramm eingerichtet. Aber weil wir nicht einfach hin und her gehen können, um die Zuchthundinnen zu paaren, wollen wir hier unser eigenes Zuchtprogramm entwickeln.

In unsere Assistenzhundeschule in Holland is gerade unsere erste zucht-hundin belegt worden und wir warten gespannt auf die Welpen. Diese Welpen werden alle in Pflegefamilien in den Niederlanden untergebracht, da sie aufgrund der Tollwutimpfung die Grenze nicht rüber dürfen. Wir möchten jedoch, dass die Welpen der Blindenführhunde in unserer Region aufwachsen, da es wichtig ist, so viel Einblick wie möglich in das Verhalten der Hunde zu gewinnen, die später für Blindenführhunde trainiert werden.

In Holland haben wir eine große Gruppe von Gastfamilien. Das suchen wir auch in Deutschland. Bevor wir hier unseren ersten Wurf züchten, müssen wir bereits eine Gruppe von Menschen zusammen haben, die uns mit der Ausbildung der Welpen helfen wollen.

Was wird von einer Pflegefamilie erwartet?

Die Pflegefamilie nimmt den Welpen im Alter von 9 Wochen auf. Der Welpe sollte wirklich in der Familie aufwachsen und nicht im Garten oder Zwinger gehalten werden. Der Welpe muss lernen, was Hausregeln sind, dass er das Haus nicht abreißen darf und dass er sein Geschäft draußen machen muss. Er muss lernen, ordentlich an der Leine zu laufen. Die Blindenführhunde dürfen auch nicht am Halsband ziehen! Sie dürfen nur "führen", wenn sie im Führgeschirr laufen.

Der Welpe muss die grundlegenden Befehle lernen, denn je früher Sie mit dem Lernen beginnen, desto einfacher ist es. Die grundlegenden Befehle sind: Fuß, Sitz, Platz, Steh und Hier.

Der Welpe muss in der Welt bekannt werden, also muss er in die Innenstadt, auf die Straße gehen und lernen, andere Menschen und Tiere zu ignorieren. Nicht nur normale Haustiere, sondern auch große Tiere wie Kühe und Pferde.

Es ist eine schwierige Aufgabe für eine Pflegefamilie, ganz zu schweigen davon, dass der Hund, wenn er ungefähr 14 Monate alt ist, zurück in die Schule geht, um für die Ausbildung zum Blindenführhund getestet zu werden. Er wird medizinisch getestet und sein Charakter wird auch vollständig getestet.

Während und nach des Trainings kann die Familie von Zeit zu Zeit ein Update über den Hund erhalten. Ob es eine Möglichkeit gibt, ihn mit seinem neuen Hundeführer als zukünftigen Blindenführhund zu sehen, kann nicht im Voraus gesagt werden. Ein Hundeführer steht gerne mit der Pflegefamilie des Welpen in Kontakt, der andere nicht. Wenn der Hundeführer keinen Kontakt wünscht, können wir natürlich jederzeit ein Update bereitstellen, ohne die Privatsphäre des Hundeführers zu verletzen.

Während des Aufenthalts des Welpen in der Pflegefamilie werden die Futterkosten und die Tierarztkosten von uns übernommen. (Tierarztbesuche in Absprache.)

Die Pflegefamilie erhält von uns auch verschiedene Leihgaben, wie zum Beispiel: eine Box, eine Decke, Futternäpfe, Halsband, Leine usw.

Interessieren Sie sich für einen Welpen?

Bitte kontaktieren Sie uns!

https://youtu.be/fad3DPHZqH8